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「北朝鮮の偽札(スーパーノーツ)」はCIAに由来するとしたフランクフルターアルゲマイネ紙
http://www.asyura2.com/07/war87/msg/808.html
投稿者 gataro 日時 2007 年 1 月 11 日 08:15:40: KbIx4LOvH6Ccw
 

[AML 11337] 北朝鮮の偽札問題(http://list.jca.apc.org/public/aml/2007-January/010923.html)からの情報だが、次のドイツ語をどなたか邦訳出来ないかなぁ〜。


http://www.faz.net/s/RubFC06D389EE76479E9E76425072B196C3/Doc~EE773DF6A8F2446F2BBB6CBA26E7F6816~ATpl~Ecommon~Scontent.html
„Supernotes“
Das Geheimnis der gefälschten Dollarnoten
Von Klaus W. Bender
08. Januar 2007

Für die internationale Polizeibehörde Interpol hat der Fall höchste Priorität. Seit fast 20 Jahren kursieren massenhaft gefälschte 100-Dollar-Noten in höchster Qualität, und so lange schon wird die Quelle gesucht, aber nicht gefunden.

Im März 2005 hatte Interpol eine sogenannte „orange notice“ versandt, mit der Interpol-Mitgliedsländer üblicherweise auf eine besondere Bedrohungslage hingewiesen werden. Und Ende Juli 2006 rief die Behörde Zentralbanken, Fahnder und die Hochsicherheits-Druckindustrie zu einer „Krisenkonferenz über die Supernote“.

Die Amerikaner glauben nämlich die Täter zu kennen: das kommunistische, diktatorische Nordkorea, Erzfeind der Vereinigten Staaten. Doch am Ende der eintägigen Konferenz herrschte weiter Zweifel an dieser Sicht. Schlimmer noch: Gerüchte behaupten, die Amerikaner selbst könnten hinter den Fälschungen stecken.


Diplomaten mit ganzen Bündeln im Reisegepäck


Seit die erste falsche 100-Dollar-Federal-Reserve-Note 1989 in einer Bank in Manila (Philippinen) entdeckt wurde, ist die Aufregung groß. Selbst ausgewiesene Banknoten-Druckexperten vermögen bei optischer Betrachtung und einem Fühltest - die wichtigste Echtheitsprüfung durch den Bürger - diese falsche 100-Dollar-Note nicht vom Original zu unterscheiden. Die Fahnder tauften die Fälschung daher respektvoll „supernote“.


Viele Länder wurden seither der Tat verdächtigt, das Iran der Mullahs, Syrer, die libanesische Hisbullah, auch die Ex-DDR. Daran erinnert man sich in Washington nicht mehr so gerne, denn heute ist man davon überzeugt, dass es Nordkorea sein muss.


Als Indiz dienen die nordkoreanischen Diplomaten und Kaufleute mit Diplomatenpass, die im Lauf der Jahre mit ganzen Bündeln von „supernotes“ im Reisegepäck abgefangen wurden. Nordkoreanische Überläufer berichten von einer staatlich gelenkten Falschgeldoperation, wobei die Verlässlichkeit ihrer Aussagen offen bleiben muss.


Sich selbst einen Maulkorb verpasst


Kronzeuge für diese Version ist ein ehemaliger Wirtschaftsattaché an Nordkoreas Botschaft in Moskau, der 1998 im russischen Wladiwostok mit 30.000 Dollar in „supernotes“ ertappt wurde. Er lief 2003 in den Westen über und berichtete, dass er für die Privatschatulle von Diktator Kim Jong-il zuständig und persönlich an der Produktion der „supernotes“ beteiligt gewesen sei.


Seither glaubt man in Washington zu wissen, dass Kim mit den Fälschungen nicht nur seinen französischen Cognac oder sein Raketen- und Atomwaffenprogramm finanziert, sondern sein ganzes marodes Wirtschaftssystem vor dem Kollaps bewahrt. „Supernotes“ im Wert von 250 Millionen Dollar würde Nordkorea jährlich drucken und in Umlauf bringen, will man inzwischen in Amerika wissen. Zweifel sind nicht erlaubt. Die gesamte amerikanische Medienlandschaft hat sich daher bei diesem brisanten Thema selbst einen Maulkorb verpasst.


Baumwolle stammt aus den Südstaaten


Der Banknotendruck ist ein extrem komplexes technisches Unterfangen. Was eine Fälschung von der Qualität der „supernote“ an Fachkenntnis erfordert, vermag der Laie nicht zu erfassen. Das für die „supernote“ verwendete Banknotenpapier ist auf einer sogenannten Fourdrinier-Papiermaschine geschöpft, im korrekten Verhältnis von 75 Prozent Baumwolle zu 25 Prozent Leinen. Nur die Amerikaner machen das so.


Es fehlt weder der in das Papier eingelassene hauchdünne Polyester-Sicherheitsfaden mit dem Aufdruck „USA 100“ in positiver Mikroschrift noch das abgestuft plazierte Wasserzeichen. Dafür benötigen die Fälscher mindestens eine Versuchspapiermaschine. Die chemisch-physikalische Analyse eines Papierexperten hat zusätzlich ergeben, dass die verwendete Baumwolle aus den amerikanischen Südstaaten stammt. Diese Baumwolle ist allerdings auf dem Markt frei erhältlich.


Erste Fälschungen in Stichtiefdruck


Sieht man von den Fälschungen der britischen Pfund-Noten durch Nazi-Deutschland während des Zweiten Weltkriegs ab, so hat es in der langen Geschichte der Notenfälschungen noch nie eine Fälschung im Stichtiefdruck gegeben. Doch die „supernote“ verfügt über einen erhabenen, perfekt fühlbaren Intaglio-Stichtiefdruck. Dafür benötigt man eine Intaglio-Stichtiefdruckmaschine, die so nur von KBA Giori (vormals DLR Giori) aus Würzburg hergestellt und von der amerikanischen Notendruckerei BEP seit Jahren für den Dollar-Druck eingesetzt wird.


Diese Spezial-Druckmaschinen sind auf dem freien Markt nicht erhältlich. Selbst der Weiterverkauf einer gebrauchten Maschine wird routinemäßig Interpol gemeldet. Nordkorea besitzt eine in den siebziger Jahren des vorigen Jahrhunderts von KBA hergestellte Standard-Druckmaschinen-Linie aus Würzburg. Sie ist nach Auskunft eines Fachmanns ohne Zusatzausrüstung für den Druck der „supernote“ ungeeignet, steht aber wegen Ersatzteilmangel seit längerem still. Vermutlich druckt jetzt China für seinen Nachbarn die Noten.


Sicherheitsfarben aus hochsicheren Fabriken


Die Behauptung, Nordkorea habe sich in den neunziger Jahren des vorigen Jahrhunderts heimlich eine moderne Druckmaschinen-Linie von KBA Giori beschafft, ist frei erfunden. Pjöngjang versucht derzeit, in Europa neue Maschinen zu kaufen, hatte damit bisher aber keinen Erfolg - nicht nur, weil es seine alten Standard-Maschinen nie voll bezahlt hat.


Die Analyse eines kriminaltechnischen Labors hat weiter ergeben, dass die für die „supernote“ verwendeten Sicherheitsfarben mit denjenigen der Originalnote übereinstimmen. Das gilt sogar für die teure OVI-Changierfarbe, die je nach Einfallswinkel des Lichtes ihr Aussehen verändert, beim Dollar von Bronze-Grün zu Schwarz.


Die hochgeheime OVI wird ausschließlich von Sicpa, Lausanne, angeboten. Sie wird in der exklusiv dem BEP vorbehaltenen Farbkombination vom amerikanischen Lizenznehmer in hochsicheren Fabriken in den Vereinigten Staaten angerührt. Gleiches gilt für die sonstigen Dollar-Sicherheitsfarben.


Zwar kann nie ausgeschlossen werden, dass kleine Mengen dieser Spezialfarben trotz scharfer Kontrollen bei der Produktion einmal entwendet werden, aber es bleibt eine interessante Frage, wie die für eine Massenproduktion benötigten Farbmengen in unberufene Hände gelangt sein könnten - zudem über scharf überwachte Landesgrenzen hinweg. Nordkorea war früher einmal Kunde bei Sicpa.


Ob es sich auf den „supernotes“ wirklich um ihre Originalfarben handelt, wäre von Sicpa leicht zu klären. Eine geheime Markierung, das „tagging“, erlaubt die Rückverfolgung der Sicherheitsfarben bis zur einzelnen Produktionscharge. Sicpa verweigert die Aussage dazu, weil Amerika ihr größter Kunde ist.


„Pjöngjang Connection“


Weitere Absonderlichkeiten betreffen die seit 1996 von Fed und BEP begebenen neuen Dollar-Noten. Die Fälscher haben seither jede einzelne Veränderung sofort nachvollzogen. Derzeit gibt es für die „supernote“ nicht weniger als 19 verschiedene Platten. Sie sind absolut perfekt. Dabei misst die auf den neuen Noten mit großem Porträtkopf versteckte Mikroschrift teilweise nur 1/42 000 Inch (1 Inch sind 24,5 Millimeter). Auf der „supernote“ ist selbst unter der Lupe keine Abweichung zu erkennen. Woher nehmen die Fälscher diese Spezialisten?


Washingtons These von der „Pjöngjang Connection“ und vom „Wirtschaftskrieg gegen Amerika“ hat es also schwer. Die Fälscher beherrschen die Technik der auf den neuen Noten eingesetzten infrarotsensitiven Sicherheitsfarbe, wenden sie dann aber so blödsinnig an, dass jedes Banknotenprüfsystem die sofort als Fälschung erkennt. In Amerika haben die Super-Blüten so keine Chance. Aber sogar auf den Einsatz ihrer noch perfekter gefälschten 50-Dollar-Note verzichten die Täter, obwohl dieser Wert beim Zahlen populärer ist.


Fehlinvestition Druckmaschine


Sollten die Nordkoreaner mit den Fälschungen wirtschaftliche Vorteile erzielen wollen, so ist die „supernote“ eine klassische Fehlinvestition. In den 17 Jahren ihrer Existenz sind nach Angaben des für Falschgeld zuständigen amerikanischen Geheimdienstes Secret Service gerade mal falsche Noten im Gesamtwert von gut 50 Millionen Dollar sichergestellt worden. Dafür bekäme Kim Jong-il heute nicht einmal mehr eine der begehrten Druckmaschinen.


Europäische Falschgeldfahnder können auch nicht bestätigen, dass die Dollar-Blüten vorwiegend aus Ostasien kämen. In Europa werden diese Falschgeldnoten meist bei der routinemäßigen Notenkontrolle in Banken aufgegriffen. Sie stammen ganz überwiegend aus dem Nahen und Mittleren Osten, aus Ostafrika, auch aus Russland.


Von dort, so wird vermutet, könnten die falschen Banknoten im Zuge von Waffenkäufen nach Nordkorea gelangt sein. Japan unterhielt bisher die intensivsten Wirtschaftsbeziehungen zu Nordkorea. Die japanische Polizei hat in all den Jahren nie ein erhöhtes Aufkommen an „supernotes“ feststellen können, ganz im Gegenteil.


Geheimdruckerei der CIA


Und von der Polizei in Südkorea ist zu hören, dass die in Seoul tatsächlich mehrfach sichergestellten, namhaften Mengen von Dollar-Fälschungen aus Shenyang und Dadong stammen, chinesischen Städten an der Grenze zu Nordkorea. Die letzte Festnahme eines nordkoreanischen Diplomaten, der im Besitz größerer Mengen von „supernotes“ war, liegt nach Angaben von Südkoreas Polizei auch schon viele Jahre zurück.


Amerikas Vorwurf an Nordkorea steht also auf wackeligen Füßen. Und das Pendel schlägt zurück: Vertreter der Hochsicherheits-Druckindustrie und Falschgeldfahnder fragen hinter vorgehaltener Hand schon lange, was eigentlich die amerikanische CIA in ihrer Geheimdruckerei druckt. In dieser Anlage, in einer namentlich bekannten Stadt nördlich von Washington, steht genau so eine Maschine, wie sie für die „supernote“ benötigt würde.


Die CIA könnte sich mit den Blüten Geldmittel für verdeckte Operationen in internationalen Krisengebieten beschaffen, die keinerlei Kontrolle durch den amerikanischen Kongress unterliegen würden. Die Falschgeldaktion könnte man bequem dem Erzfeind in Pjöngjang anlasten.


Angeblich „eindeutige Beweise“


Die „supernote“ hat anderthalb Jahrzehnte nur Falschgeldfahnder interessiert. Präsident George W. Bush hat sie dort weggeholt und zu einem Eckpfeiler seiner Politik auf der Koreanischen Halbinsel gemacht, indem er Pjöngjang erstmals offiziell beschuldigte. Washington verfügt angeblich über „eindeutige Beweise“, deren Offenlegung jedoch aus Sicherheitsgründen verweigert wird.


Eine solche Veröffentlichung ist überfällig. Sonst könnte die Öffentlichkeit schnell Parallelen zum Irak-Konflikt im Jahr 2003 ziehen. Damals sprachen die Amerikaner von „eindeutigen Beweisen“ dafür, dass der Irak Massenvernichtungswaffen besitzt - und rechtfertigten so ihren Einmarsch. Nachher mussten sie einräumen, dass die vermeintlichen Beweise falsch waren.

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